Schliekers Woche: BÖRSE am Sonntag
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Schliekers Woche

Bayer: Warten auf den grünen Zweig

Der „Befreiungsschlag“, als den man die Einigung von Bayer als Mutterkonzern der amerikanischen Monsanto mit zahlreichen Klägern in den USA hierzulande bezeichnet, hat nicht wirklich gesessen. Nicht an der Börse jedenfalls, und der Markt hat ja meistens recht. [mehr]

Wirecard: Aktienskandal mit bösen Folgen

Der Zahlungstechnologie-Dienstleister Wirecard AG handelt leider nicht mit umweltfreundlichem Holzspielzeug. Wäre dies nämlich sein erwähltes Metier, könnte man fast – aber auch nur fast – Verständnis aufbringen dafür, dass der Konzern entweder jahrelang nach Strich und Faden aufs Kreuz gelegt wurde, oder aber sehenden Auges Millionengeschäfte mit Betrügern machte. [mehr]

Recht ist Wohlstand

In den Vereinigten Staaten herrscht Demokratie – zweifellos. Aber ist es auch eine Herrschaft des Rechts? Die derzeitigen Unruhen, für den außenstehenden Beobachter ohne jedes Maß und Ziel, scheinen das Gegenteil zu offenbaren. [mehr]

Die Twitter-Falle

Es gab mal eine, nun ja, nicht schöne, aber aufschlussreiche Bemerkung aus der Führungsetage der „Bild“-Zeitung, zu Zeiten des Bundespräsidenten Christian Wulff: „Wer mit der „Bild“ im Aufzug nach oben fährt, der fährt mit ihr auch nach unten“. Die Erkenntnis über die Wechselhaftigkeit des Daseins ist natürlich aus der deutschen Provinz weder zum Internetgiganten Twitter, noch zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika vorgedrungen. [mehr]

Sperrige Lasten im Zukunftskonzern

Die Firma mit dem schwungvollen Namen „Systeme, Anwendungen, Produkte in der Datenverarbeitung“, wenig später SAP abgekürzt und damit ziemlich bekanntgeworden, trug das Erbe der IBM in sich, das die Gründer von dort mitbrachten. Ihnen schwebte schnellere Datenverarbeitung als die mit Lochkarten vor, die Anfang der siebziger Jahre der IBM-Standard (und damit Industriestandard schlechthin) waren. [mehr]

Die Stunde der Zukunftsvorherseher

Die ultimative Beleidigung des Verstandes ist eigentlich kaum die Behauptung, durch höhere Einsichten oder spezielle Gaben zur Weissagung fähig zu sein. Gewiss gibt es längst wieder Grüppchen, die angesichts der herrschenden Lage in Gesundheit und Wirtschaft irgendetwas von Nostradamus & Co. herausgekramt haben und nun völlig verzückt sind, dass alles so gut passt. [mehr]

Angst nach der Panik

Aus gewissen Kreisen ist zu hören, die Äußerung von Wirtschaftsminister Peter Altmaier am 16. März, wegen Corona werde in Deutschland kein einziger Arbeitsplatz verlorengehen, sei am besten in der Schublade der Politiker-Lügen aufgehoben. Das ist sicher hart, aber unfair. [mehr]

Die Luftfahrt und die gute alte Zeit

Weihnachten 2017 war die Welt der stolzen Lufthanseaten wenn nicht in Ordnung, so doch wenigstens mal friedlich, das Wetter erträglich an den Drehkreuzen in Mitteleuropa, die Gewerkschaft adventlich gestimmt und vor allem auch der Aktionär ein auf dem Papier reich beschenkter Stakeholder in dem ehemals staatlichen Unternehmen. [mehr]

Stimmt die Richtung?

Kosten unklar, Nutzen nebulös, Kurs schwankend: Die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands in den letzten Wochen und bald schon Monaten offenbart in vielen Bereichen ein Konzept, das man resignierend „Versuch und Irrtum“ nennen muss. [mehr]

Pauschalflug ins Niemandsland

Condor hat sich einen schlechten Zeitpunkt aussuchen müssen, um einen neuen Partner zu suchen. Die Absage der Übernahme durch die polnische LOT-Mutter war eigentlich klar, als Flughäfen weltweit in riesige Jetparkplätze umfunktioniert wurden, mit angeschlossenem Flugbetrieb auf 50er-Jahre-Niveau. [mehr]

Das Hinterland bröckelt

Die Corona-Epidemie fordert auf vielerlei Ebenen ihre Opfer, und wer lediglich materiell eingeschränkt ist und Ersetzbares verliert, gehört zu den Glücklicheren. Allerdings gibt es auch materielle Verluste, die so schnell nicht aufholbar oder ersetzbar sind. Beispiel: Das oft beschworene Rückgrat der deutschen Wirtschaft, die mittelständischen oder Familienunternehmen. [mehr]

Gegenwartssorgen verhindern Zukunftskurse

Es gilt als eines der vornehmsten Merkmale des Börsengeschehens, dass man dabei einen Blick in das noch Ungeschehene erhaschen kann, wenn dem staunenden Publikum zunächst gänzlich rätselhafte Kursbewegungen präsentiert werden, welche sich erst nach längerem Nachdenken und forschenden Fragen als doch völlig logisch erweisen. [mehr]

Als wäre die Welt jemals kalkulierbar

Nun wird also sogar der Dollar selbst – Inschrift: „In God We Trust“ – unter Quarantäne gestellt, sofern die Banknote erkennbar in Europa in Umlauf war. In der Tat haftet dem Dollar nun häufiger ein Virus an, allerdings kann der auch aus Wyoming oder NYC stammen; Viren tragen keine Hundemarke. [mehr]

Kopfloses zur Auswahl

Warum die Börsen keine nüchtern-rationalen Berechnungen der möglichen Zukunft kalkulieren, ist eines der letzten Rätsel der Menschheit, kann unerschrockene Naturen aber immerhin reich machen. [mehr]

From China With Love

Fast 206 Milliarden Euro umfasste der Handel zwischen China und Deutschland im vergangenen Jahr – eine Zahl die 2021 etwa um diese Zeit durch eine weit niedrigere abgelöst werden dürfte. Denn die herrschende Virusepidemie und die Furcht vor deren Ausweitung samt aller bislang erdachten Eindämmungsmaßnahmen wird sich statistisch in niedrigeren Aktivitäten niederschlagen. [mehr]

Das Tech-Rätsel oder: Neuland zum Fürchten?

Wer sich die Entwicklung der Aktienkurse des Vorjahres und der ersten Wochen von 2020 ansieht, wird beim Blick auf den Technologiesektor womöglich bleich um die Nase. [mehr]

Die Waldhüter von Brandenburg

Wo gehobelt wird, da fallen Späne, und derlei Weisheit trifft auch auf die zu, die mit dem ganz großen Hobel kommen und Bäume fällen wollen. Echte Bäume! Das trifft im bekanntlich bereits so betonbelasteten und industriell bis unters Dach ausgebauten Brandenburg den berühmten Nerv. Besonders in einem beschaulichen Eckchen des Landes, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, wobei ihnen das Morgen egal zu sein scheint. [mehr]

Kaesers Kalkül: Problem Kopfsache

Bei der Siemens-Hauptversammlung rollten keine Köpfe, aber der Rubel, der sprichwörtliche, nun leider auch nicht. Das nach Analysteneinschätzung „grottenschlecht“ laufende neue Geschäftsjahr bot natürlich den Anteilseignern wenig freudige Anlässe. [mehr]

Out of time

Das jährliche Eis-Schau-Laufen in Davos ist vorbei – der Rest des Jahres wird beim World Economic Forum (WEF) unterteilt und getaktet durch weitere „regionale“ Gipfeltreffen, die in Europa weit weniger Resonanz finden als in den Gegenden der Welt, die dabei sind, dem Kontinent den Rang abzulaufen: Asien vorneweg, vorstellbar aber auch in geraumer Zeit der Mittlere Osten, Südamerika und am Ende gar Afrika. [mehr]

Autos fast well done

Ehe wir auf ein den Deutschen wichtiges, womöglich gar sehr wichtiges Thema kommen, lockt eine Betrachtung in die Küche, wo bei vielen Menschen in diesem Lande ein Gerät rührt und raspelt, das ähnlich geheimnisvoll vermarktet und vertrieben wird wie ein iPhone-Prototyp: Der – one and only – Thermomix. [mehr]

Die Börsen und der Nikolaus

Die Amerikaner feierten 2019 eine ganz besondere „Santa Rally“ – mit dem Standard & Poor’s-Index um fast 29 Prozent wertvoller als im Jahr zuvor, dem traurigen 2018. Und den Klecks Sahne obendrauf eben im Dezember, der Nikolausrally zu verdanken (und keiner weiß, warum). [mehr]

Geschäft robust, Ruf ruiniert?

Jeff Bezos wirkt beileibe nicht wie das Christkind, das wird niemand bestreiten wollen – er lässt zwar Gaben bringen, aber ob diese immer gut und mildtätig oder gar zur Erbauung geeignet sind, das darf man dann doch verneinen, und Jeff hätte wohl kaum etwas einzuwenden. [mehr]

Frau vs. DAX: 1:0

Unter den Kunden der ING Bank finden sich so viele Aktienanleger, dass man sie sogar zu statistischen Zwecken untersuchen kann – anonym, versteht sich, und ohne Ansehen der Person. Aufschlussreich ist so eine Statistik dann trotzdem. Ganz besonders, wenn es Richtung Jahresende geht und das Ziehen zahlreicher Bilanzen gerade ganz große Mode wird, ehe die Voraussagen für 2020 inklusive Chancen des Aktienmarkts die Spalten der Blätter beherrschen. [mehr]

Brexit: Unsicherheit noch unsicher

Nach den Parlamentswahlen in Großbritannien mit ihrer absoluten Mehrheit für die Konservativen stellt sich die Börse keine Fragen mehr: Boom heißt es ab sofort, im positiv konnotierten Sinne des Wortes, nicht lautmalerisch gemeint. Aber das kann natürlich noch kommen, denn womöglich ist die Kanonade nur aufgeschoben. [mehr]

Grüne Investments: Mehr als acht Prozent Rendite

Mit Worten Gutes tun ist in der Vorweihnachtszeit vielgeliebte Übung, aber meist folgenlos wie die frommen Wünsche der Selbstverbesserung zu Neujahr. Zumindest im Bereich der Geldanlage ist es mit dem Folgenlosen fast zwangsläufig anders – wo das Geld arbeitet, ereignet sich immer etwas, nicht immer allerdings das Gewünschte. [mehr]

Krise mit Allradantrieb

Nein, es wird keine Massenarbeitslosigkeit geben durch die Stellenkürzungen in der Automobilindustrie. Sagen Ökonomen, führende sogar. Da mögen sie vorerst recht haben, allerdings ist es von einem fast leergefegten Arbeitsmarkt, wie bis unlängst in Deutschland, zu einer von Massenarbeitslosigkeit geprägten Situation nicht nur ein Schritt, sondern es sind sicher mehrere. [mehr]

EZB: Neue Stimme, dasselbe Lied

Sie werde kontinuierlich die Nebeneffekte der EZB-Geldpolitik beobachten, sagte die neue EZB-Präsidentin. Da wird sie mehrere Augen brauchen, denn die sogenannten Nebeneffekte treten an den verschiedensten Ecken und Ende hervor. [mehr]

Schmutzige Phantasie gefragt

In der alles beherrschenden, berührenden und verändernden Klimadebatte kommt eines kaum vor: Die schiere Notwendigkeit, fossile Brennstoffe in zahlreichen Ländern rund um den Globus noch für unabsehbare Zeit nutzen zu müssen. [mehr]

Bargeld lacht

Kontaktlos zu bezahlen bedeutet auch, sich am Geld keine Krankheitskeime einzufangen. Dagegen fängt man sich eine lückenlose Verfolgung in elektronischen Wüsten, die noch keines Menschen Seele je bereist hat. Das Grummeln über eine denkbare Abschaffung des Baren, Wahren wird langsam aber sicher immer deutlicher vernehmbar – zumindest in Deutschland, wo man traditionell denkt und handelt und neuartigem Firlefanz zunächst mit hartnäckigem Ignorieren begegnet. [mehr]

Wirecard: Spieler oder Spielball?

Ein „Global Player“ aus Good Old Germany, noch dazu im hierzulande unterschätzten Hightech-Finanzsektor – so sieht sich Wirecard aus Aschheim bei München, der Treiber schlechthin des drahtlosen, eben nicht „wire“-gebundenen Geschäfts mit 290.000 Kunden weltweit und Präsenz in 54 Sprachräumen – globaler geht nicht. [mehr]

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24 / 2020

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