Für Gold spricht jetzt einiges: BÖRSE am Sonntag
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Für Gold spricht jetzt einiges

Steigt der Goldpreis? (Foto: Shutterstock)


Gold konnte seinem Ruf als sicherer Hafen bislang nicht gerecht werden. Nun aber könnte sich das Blatt wenden. Auch wegen der Notenbanken.

Eine Analyse von Vontobel

Die Kurskorrektur der vergangenen Wochen haben ein Ausmass erreicht, wie zuletzt während der Finanzkrise. Kaum eine Anlageklasse blieb verschont, ob zyklische Werte, defensive Werte oder Rohstoffe – alle mussten massive Korrekturen hinnehmen.

Volatilität könnte anhalten

Solange das Ausmass des durch den Coronavirus verursachten wirtschaftlichen Schadens noch nicht bekannt ist, könnte mit ausgeprägten Kursschwankungen zu rechnen sein. Grundsätzlich könnten sich in volatilen Zeiten Investitionen in solide finanzierte Unternehmen anbieten, die in der Lage sind, auch in schwierigen Zeiten eine attraktive Dividendenrendite zu bieten (lesen Sie dazu auch «Defensive Werte erweisen sich als widerstandsfähig»). Diese Titel sind nun möglicherweise zu attraktiveren Kursen zu haben und könnten zu den ersten gehören, die sich wieder erholen, wenn die Sicht auf den wirtschaftlichen Schaden wieder etwas klarer wird.

Aussichten für Gold tendenziell positiv

Eine weitere Alternative in volatilen Zeiten ist Gold. Das Edelmetall wurde zwar vom durch den Coronavirus verursachten Ausverkauf erfasst, kann sich aber mit einem Rückgang von 10 % seit dem höchsten Stand im März noch gut halten. Und doch: Dem Ruf als sicherer Hafen konnte das Gold in der turbulenten Phase nicht ganz gerecht werden.

Einer der Gründe für die Abgaben könnte wohl sein, dass Investoren gezwungen waren, ihre Goldbestände abzubauen, um Verluste in anderen Anlageklassen zu decken. Dann hätte der Preisrückgang nichts mit einer Neueinschätzung von Investoren zu tun. Die massive Liquiditätszufuhr durch die Zentralbanken könnte dem Goldpreis möglicherweise Auftrieb verleihen.

26.03.2020 | 16:35

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