Mit Sicherheitsnetz – Reverse Capped Bonus-Zertifikat auf den DAX

: BÖRSE am Sonntag
boerse am sonntag - headline

Mit Sicherheitsnetz – Reverse Capped Bonus-Zertifikat auf den DAX




Die Corona-Pandemie hat die globale Wirtschaft und damit auch die Aktienmärkte fest im Griff. Dazu kommt der Preisverfall am Ölmarkt, der vielen Experten Anlass zur Sorge gibt. Zwar haben sich die Aktienmärkte momentan von ihren Tiefständen erholt. Ein erneutes Testen oder ein Unterschreiten dieser Kursniveaus ist allerdings nicht ausgeschlossen. Mit Zertifikate-Strukturen lässt sich ein Sicherheitsnetz fürs Depot aufspannen.

Das Reverse Capped Bonus-Zertifikat von Goldman Sachs auf den DAX (ISIN: DE000GA9DGB1) beschert Anlegern Gewinne, solange der Leitindex nicht deutlich oberhalb seiner alten Hochs notiert.



Düstere Prognose 


Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Folgen für die globale Wirtschaft in Folge der Corona-Krise genauer unter die Lupe genommen und ist zu einem dramatischen Ergebnis gekommen. Der Einbruch der wirtschaftlichen Leistung werde „die schlimmste Rezession seit der Großen Depression sein und wesentlich schlimmer als die globale Finanzkrise von 2008 bis 2009“, so Gita Gopinath, Chef-Volkswirtin des IWF. Die Institution erwartet, dass das weltweite Wachstum im laufenden Jahr um drei Prozent schrumpfen wird. Ein Aspekt, der Deutschland besonders hart trifft, ist der prognostizierte Rückgang des internationalen Warenverkehrs um elf Prozent. Für Deutschland erwartet der IWF eine Schrumpfung der Wirtschaftsleistung um sieben Prozent. Ein kleiner Lichtblick am Ende des Tunnels: Im kommenden Jahr sollte das Wachstum laut Prognose wieder um 5,2 Prozent zulegen. 



Zyklische Ausrichtung


Der DAX ist zyklisch ausgerichtet und hängt damit stark von der konjunkturellen Entwicklung ab. Es liegt auf der Hand, dass Unternehmen wie die Lufthansa von der Corona-Pandemie existentiell betroffen sind. Aktionäre müssen dieses Jahr auf eine Dividende verzichten. Auch eine staatliche Beteiligung ist kein Tabu mehr. Allerdings ist die Aktie nur mit knapp 0,4 Prozent im DAX gewichtet. Deutlich höheres Gewicht bei der Index-Berechnung haben Automobilhersteller wie Daimler (2,8 Prozent), BMW (3,2 Prozent) und VW (5,9 Prozent). Allein bei Volkswagen sind 80000 Beschäftigte in Kurzarbeit. Die gesamte Branche muss auf Sicht fahren. Selbst wenn in Deutschland die Produktionsstätten wieder geöffnet werden, bleibt das Problem der unterbrochenen Lieferketten bei Teilen, die im Ausland hergestellt werden.



Absicherung ist möglich


Vor diesem Hintergrund ist eine Trendumkehr beim DAX auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. Aber auch in diesem Szenario können Gewinne erzielt werden. Das Reverse Capped Bonus-Zertifikat von Goldman Sachs zahlt zum Laufzeitende einen festen Betrag aus, wenn der DAX während der Laufzeit nicht deutlich über seinen alten Höchstkursen notiert. Das bisherige Allzeithoch des DAX liegt bei knapp 13796 Punkten. Die Barriere des Zertifikats, das bei einem Reverse Bonus-Zertifikat oberhalb der aktuellen Kursmarke liegt, ist bei 14800 Index-Punkten fixiert. Durch die Kursuntergrenze bei 11200 Punkten ist die maximale Auszahlung des Produkts auf 36 Euro begrenzt. Diese ist nicht in Gefahr, solange die 14800 Punkte beim DAX nicht überschritten werden. Finaler Bewertungstag ist der 18. Juni 2021. Aktuell kann das Zertifikat zu 32,90 Euro gekauft werden. Daraus errechnet sich ein maximaler Ertrag von 9,4 Prozent.



Christian Bayer

Lesen Sie auch: "Dieser Shutdown ist ein Experiment"

22.04.2020 | 10:41

Artikel teilen:

-->